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Schuh-Guide

Wanderschuhe pflegen & reparieren: Für mehr Grip & Langlebigkeit

Deine Schuhe tragen dein gesamtes Gewicht. Hier erfährst du, wie du Leder geschmeidig hältst, Sohlen rettest und warum Wärme der größte Feind deiner Schuhe ist.

Wanderschuhe sind eines der wichtigsten Ausrüstungsteile beim Outdoor-Abenteuer. Sie schützen deine Füße und sorgen für Halt auf jedem Untergrund. Damit sie das zuverlässig tun, brauchen sie regelmäßige Pflege – und manchmal auch kleine Reparaturen.

Leder trocknet ohne Pflege aus und wird spröde, Sohlen verlieren mit der Zeit ihren Grip oder lösen sich. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege und einfachen Reparaturen kannst du die Lebensdauer deiner Wanderschuhe deutlich verlängern – nachhaltig, kostensparend und funktional.

Pflege-Guide: Wanderschuhe richtig pflegen

1. Reinigen – die Basis jeder Pflege

Nach jeder Tour solltest du groben Schmutz entfernen. Getrockneter Schlamm entzieht dem Leder Feuchtigkeit und greift das Material an.

  • Schuhe mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen.
  • Innensohlen herausnehmen und separat trocknen.
  • Keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden.

2. Trocknen – Geduld schützt das Material

Nasse Wanderschuhe müssen langsam trocknen. Hitze ist der größte Feind von Leder, Klebstoffen und Membranen.

  • Nie auf oder unter die Heizung stellen (Leder wird brüchig, Kleber löst sich).
  • Nicht in direkte Sonne legen.
  • Bei Raumtemperatur trocknen lassen.
  • Zeitungspapier kann Feuchtigkeit aufnehmen (regelmäßig wechseln).

3. Leder pflegen – Nahrung für das Material

Leder ist ein Naturmaterial und braucht regelmäßige Pflege, um geschmeidig und wasserabweisend zu bleiben.

  • Nach dem Trocknen Lederwachs oder -pflege dünn auftragen.
  • Mit einem Tuch oder den Fingern einarbeiten.
  • Besonders Nähte und Knickstellen behandeln.

So bleibt das Leder elastisch, reißfest und besser vor Nässe geschützt.

💡 Spomi Profi-Tipp:

Bei Gore-Tex-Wanderschuhen ist Wachs besser als Fett.
Fett oder Öl dringt tief ins Leder ein und kann die Poren der Membran blockieren – die Atmungsaktivität leidet. Wachs legt sich mehr auf die Oberfläche, schützt vor Nässe und erhält gleichzeitig die Funktion der Membran. Dünn auftragen ist hier der Schlüssel.

Reparatur-Guide: Kleine Schäden selbst beheben

Lose Sohlen kleben – was ist Hydrolyse?

Löst sich die Sohle vom Schuh, ist das oft ein Zeichen von Hydrolyse. Dabei zersetzen sich PU-Zwischensohlen chemisch, vor allem wenn Schuhe lange ungetragen oder feucht gelagert wurden.

Was du tun kannst:

  • Bei leicht gelösten Sohlen: reinigen und trocknen.
  • Spezial-Schuhkleber (z. B. auf PU-Basis) dünn auftragen.
  • Beide Seiten kurz ablüften lassen.
  • Fest zusammenpressen und mindestens 24 Stunden aushärten lassen.

Ist die Sohle stark zerbröselt, hilft meist nur eine professionelle Neubesohlung – diese lohnt sich besonders bei hochwertigen Modellen.

Schnürsenkel und Haken ersetzen

Gerissene Schnürsenkel oder verbogene Haken sind schnell repariert, haben aber großen Einfluss auf Passform und Sicherheit.

  • Schnürsenkel regelmäßig prüfen und bei Abnutzung ersetzen.
  • Auf passende Länge und Dicke achten.
  • Defekte Schnürhaken lassen sich oft im Fachhandel ersetzen oder reparieren.

Ein gut geschnürter Schuh sorgt für besseren Halt, weniger Blasen und mehr Kontrolle im Gelände.

Mit regelmäßiger Pflege und kleinen Reparaturen bleiben deine Wanderschuhe zuverlässig, bequem und tourentauglich – über viele Jahre hinweg. Reparieren statt ersetzen schont Ressourcen und hält dich länger draußen. 🌱🥾